Magellanpinguin
(Spheniscus magellanicus)

Grösse: ca. 70 cm

Gewicht: 4-5 kg

Lebenserwartung: ca. 12-15 Jahre

Lebensraum

Magellanpinguine findet man nur in Patagonien (Atlantik- und Pazifikküste), in Feuerland und auf den Falklandinseln. Sie sind innerhalb dieser Region sehr zahlreich und können riesige Kolonien mit über einer Million Tiere bilden. Auf den Falklands zählt man ca. 100'000 Brutpaare, auf dem südamerikanischen Festland, in Argentinien und Chile sind etwa 1,5 Millionen Brutpaare ansässig. Magellanpinguine brüten in Höhlen, die sie in den weichen Boden graben. So sind sie vor der Sonne und Räubern besser geschützt. Zur Anpassung an den wärmeren Lebensraum haben sie ein vergleichsweise dünneres Federkleid und eine geringere Fettschicht. Magellanpinguine sind scheu und flüchten bei drohender Gefahr in ihre Höhle.
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Brutverhalten

Die Weibchen werden mit 4 Jahren, die Männchen erst mit 5-6 Jahren geschlechtsreif. Die Brutpaare suchen alljährlich meist die selbe Bruthöhle auf. In der Regel werden zwei Eier, die im Abstand von vier Tagen gelegt werden, ausgebrütet. Jedes Ei wiegt ca. 125 gr. und die Brutzeit beträgt 39-42 Tage. Obwohl beide Küken gleich gross sind, wird dem Erstling beim füttern der Vorrang gegeben (wenn das Futter knapp wird). Die geschlüpften Pinguine werden von den Elterntieren während 60-70 Tage gefüttert, bevor sie die Bruthöhle verlassen. Die Elterntiere jagen die Nahrung für ihre Jungen im Umkreis von 40 Kilometer im Meer.

Sonstiges

Magellan-Pinguine wurden zu Ehren des portugiesischen Seefahrers und Entdeckers Fernando de Magellan benannt, der sie bei seiner ersten Reise 1519 um die Südspitze Amerikas sah.

Auf den Falklands gingen in den letzten Jahren die Bestände zurück. Vermutlich finden sie wegen kommerziellem Fischfang nicht mehr genügend Nahrung. Die Sterberate der Jungvögel ist auf den Falklands auch grösser als am Festland. In Argentinien und Chile, beträgt der Bruterfolg 1,0 bis 1,6 Küken je Brutpaar. Auf den Falklands sind es nur 0,8 Küken pro Brutpaar. An der Argentinischen Küste kommen nach Schätzungen der Umweltschützer jedes Jahr ca. 40'000 Tiere durch Oelverschmutzung nicht mehr zu Ihren Nestern zurück. Die Magellanpinguine gelten aber nicht als bedroht.